Aktuelles
Am 06. und 07. März wieder Umweltmesse
Zu einer kompakten Fachtagung lud die saarländische Energiesparkampagne "Clever saniert" in das Haus der Architekten nach Saarbrücken ein. Über das Zukunftsenergieprogramm Kommunal berichtete Klaus-Dieter Uhrhan vom Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr. Das Programm fördert kommunale Gebietskörperschaften des Saarlandes und deren Eigenbetriebe, kommunal beherrschte Beteiligungsgesellschaften sowie sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mittel stehen beispielsweise bereit für Blockheizkraftwerke, Wärmedämmungsmaßnahmen, thermische Solarkollektoranlagen sowie Holz- und Strohfeuerungsanlagen. Bis zu 39,62 (!) Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben werden gefördert. Vanessa Steuler von der Saarländischen Investitionskreditbank informierte über die geänderte Programmstruktur der KfW aufgrund der neuen Energieeinsparverordnung. Grundlegend gelte bei der Förderung: Je höher die Energieeffizienz des Gebäudes, umso attraktiver sei die Förderung! Insgesamt werden sechs KfW-Effizienzhausstandards gefördert. Die Zahl hinter "KfW-Effizienzhaus" gibt an, wie hoch der Jahres-Primärenergiebedarf in Relation zu einem vergleichbaren Neubau nach den Vorgaben der EnEV 2009 (Referenzgebäude) sein darf. Demnach bedeutet das "KfW-Effizienzhaus 85", dass das sanierte oder neu errichtete Gebäude nur 85 Prozent des Energiebedarfs des Referenzgebäudes benötigt. Last but not least erläuterte Eva-Maria Kiefer von der Arge Solar die Berechnung von Wohn- und Nichtwohngebäuden nach der neuen EnEV 2009.
Hauptvortrag
Neue Programmstruktur der KfW aufgrund Novellierung EnEV 2009
Energieeinspartipps fürs Handwerk: Leitfaden veröffentlicht Umweltministerium und Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum präsentieren den „Leitfaden Energieaudit im Handwerk“. 16 Betriebe haben sich dem Pilotprojekt angeschlossen und gewerksspezifische Basisdaten geliefert. „In innerbetrieblichen Maßnahmen zur Energieeffizienz sowie in der Wärmedämmung schlummert für viele Handwerksbetriebe ein beträchtliches energetisches und damit finanzielles Potenzial“, so Umweltstaatssekretär Rainer Grün. „Es ist uns als Ministerium für Umwelt sehr wichtig, dass die saarländischen Betriebe dieses Potenzial nutzen können. Denn Maßnahmen zur betrieblichen Energieeinsparung lohnen sich in doppelter Hinsicht: Das Unternehmen profitiert durch geringere Energiekosten und die Umwelt durch eine bessere Ausnutzung fossiler Brennstoffe und damit auch durch eine geringere Schadstoffbelastung. Deshalb haben wir die Erstellung des nun vorliegenden Leitfadens in Auftrag gegeben.“ Das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum hat im Auftrag des Umweltministerium des Saarlandes einen Leitfaden erarbeitet, der den saarländischen Handwerksbetrieben Einsparpotenziale beim Energieverbrauch aufzeigen soll. Das Spektrum reicht von der energetischen Gebäudesanierung bis hin zum Einsatz besonders energiesparender Maschinen und Anlagen. Die Besonderheit liegt darin, dass den Handwerkern gewerksspezifische Einspartipps gegeben werden.
„Energieeffizienzmaßnahmen tragen zur wirtschaftlichen Rentabilität eines Unternehmens bei. Genau hier setzen wir an“, begründet Umweltzentrum-Geschäftsführer Hans-Ulrich Thalhofer die Initiative. Das Umweltzentrum sei die umweltkompetente Instanz des Handwerks, die alles unternehme, die Handwerker in diesem Bereich effektiv zu beraten. Das Thema sei mittlerweile so komplex, dass es für die Betriebe oft schwierig sei, die Einsparpotenziale selbst zu erkennen. So hat eine Umfrage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) festgestellt, dass 34 Prozent der befragten Unternehmer davon ausgehen, dass bei ihnen im Betrieb keine Energieeinsparpotenziale vorhanden sind. Und 39 Prozent glauben, dass diese unter zehn Prozent liegen. Das haben Untersuchungen in den Bereichen Gewerbe, Handel und Dienstleistungen aber wiederlegt und belegen Einsparungen von weit über 20 Prozent.
Für Staatssekretär Grün steht fest, dass die aufgrund des Audits durchgeführten Maßnahmen echtes Return on Investment seien – Investitionen, die sich im wahrsten Sinn des Wortes für das Handwerk auszahlen. „Uns war klar, dass wir bei den Gewerken unterschiedliche Ausgangssituationen haben und ein Bäcker nicht mit einem KFZ-Betrieb oder einem Metzger verglichen werden kann“, betonte Thalhofer. Dazu musste natürlich Basisarbeit geleistet werden. In einem ersten Schritt suchte das Umweltzentrum Partner aus dem Handwerk, die sich bereiterklärten, ein Energieaudit in ihrem Betrieb durchführen zu lassen. Der Aufruf im Deutschen Handwerksblatt und eine Informationsveranstaltung haben zu dem gewünschten Erfolg geführt. Insgesamt 16 Betriebe haben sich gemeldet; darunter Bäcker und Konditoren, KFZ-Betriebe, Metzger und Friseure. Das Ergebnis der Untersuchungen ist eine übersichtlich gestaltete Broschüre mit klaren Anweisungen wie ein Betrieb seinen Ist-Zustand in Sachen Energieverbrauch untersuchen kann. An eingängigen Beispielen wird gezeigt wie eine solche Bestandsaufnahme aussehen kann. Integriert ist zudem ein Unternehmens-Check. Im Rahmen der „Clever saniert“ Kampagne 2009 sucht das Umweltzentrum weitere Handwerksbetriebe, die Interesse haben, ein Energieaudit mit der Unterstützung des Umweltzentrums in Ihrem Unternehmen durchzuführen. Zudem haben Unternehmer die Möglichkeit einen kostenlosen betrieblichen Umweltcheck durchführen zu lassen. Weitere Informationen erhalten Sie hierzu auch beim Saar-Lor-Lux Umweltzentrum, Kontakt: Kerstin Kullack, Tel: 0681/58 09 229, E-Mail: k.kullack @hwk-saarland.de
Den Leitfaden zum Download erhalten Sie hier.
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