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Am 06. und 07. März wieder Umweltmesse

Die „Umwelt2010“, die am 6. und 7. März zum fünften Mal bei freiem Eintritt im Saarbrücker E-Werk stattfindet, wir auch diesmal wieder der Treffpunkt für umweltbewusste Verbraucher und innovative Unternehmen werden.


Die Kampagne „Clever saniert!“ wird am Stand des saarländischen Umweltministeriums vertreten sein, um umfassend über die Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung zu informieren.
„Die Messe für Energie, Bauen und Wohnen bietet den Besuchern weitreichende Informationen zu allen Themen rund um Klimaschutz, Energieeinsparung, Gebäudesanierung und ökologisches Bauen“, so der Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux Umweltzentrums, Hans-Ulrich Thalhofer.
Auch in diesem Jahr setzen die Veranstalter auf das regionale Handwerk. Viele Betriebe nutzen die Messe, um ihre Leistungen und Angebote in den Bereichen Umweltschutz, Energiesparen und erneuerbare Energien vorzustellen.

Weitere Informationen zur Umweltmesse 2010 in Saarbrücken erhalten Interessierte unter www.messe.ag oder Tel.: 0911 / 81 01 790 bzw. haugg.tina@messe.ag sowie beim Saar-Lor-Lux Umweltzentrum: Kerstin Kullack, k.kullack@hwk-saarland.de bzw. 0681 / 58 09 229.

Am 06. März findet im Rahmen der Kampagne „Clever saniert!“ ein Fachforum zum Thema: „Clever saniert – Chancen mit erneuerbaren Energien“ statt. Das Vortragsprogramm finden Sie hier.



Quo vadis EnEV? Neue Energieeinsparverordnung auch im Fokus von Gemeinden und Kommunen

Zu einer kompakten Fachtagung lud die saarländische Energiesparkampagne "Clever saniert" in das Haus der Architekten nach Saarbrücken ein.
Peter Lawrenz vom Bonner Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung stellte in einem einstündigen Vortrag die Energieeinsparverordnung vor, die im Oktober 2009 in Kraft getreten ist. Die Verordnung sei ein wichtiger Baustein der Energie- und Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Gegenüber der alten Regelung von 2007 müssen Gebäude um durchschnittlich 30 Prozent sparsamer im Energiebedarf sein. Ab 2012 werden weitere Schritte erfolgen, um die Ziele des Integrierten Energie- und Klimaprogramms- kurz IEKP genannt- zu erfüllen.

Für Ralph Schmidt, Geschäftsführer der Arge Solar, wohl auch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und stellte die Kampagne "Clever saniert" vor. Unter der Federführung des Umweltministeriums führen das Saar-Lor-Lux Umweltzentrum und die Arge Solar die Kampagne eng mit saarländischen Partnern durch. Die Informationskampagne setze gezielt an der Stelle an, um Sanierungsvorhaben effizient umzusetzen. Der Sanierungsbedarf sei im Saarland da. Rund 300.000 Gebäude stehen auf saarländischem Boden. Davon sind neun von zehn 1- bis 2-Familienhäuser. Knapp 30.000 sind Mehrfamilienhäuser. Wer neu baut, verpflichtet sich, einen festen Anteil der Wärme- und Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Für eine Sanierung von Altbauten setzt die Regierung nicht nur auf Vorschriften, sondern stellt auch Fördergelder bereit. Dieter Ehrmanntraut vom Ministerium für Inneres und Europaangelegenheiten stellte den Konjunkturpakt Saar mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 171 Millionen Euro vor. Zwischen Antragseingang und Bescheid liegen etwa vier Wochen. Die Arge Solar unterstützt in der Antragsbearbeitung. 

Über das Zukunftsenergieprogramm Kommunal berichtete Klaus-Dieter Uhrhan vom Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr. Das Programm fördert kommunale Gebietskörperschaften des Saarlandes und deren Eigenbetriebe, kommunal beherrschte Beteiligungsgesellschaften sowie sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mittel stehen beispielsweise bereit für Blockheizkraftwerke, Wärmedämmungsmaßnahmen, thermische Solarkollektoranlagen sowie Holz- und Strohfeuerungsanlagen. Bis zu 39,62 (!) Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben werden gefördert.

Vanessa Steuler von der Saarländischen Investitionskreditbank informierte über die geänderte Programmstruktur der KfW aufgrund der neuen Energieeinsparverordnung. Grundlegend gelte bei der Förderung: Je höher die Energieeffizienz des Gebäudes, umso attraktiver sei die Förderung! Insgesamt werden sechs KfW-Effizienzhausstandards gefördert. Die Zahl hinter "KfW-Effizienzhaus" gibt an, wie hoch der Jahres-Primärenergiebedarf in Relation zu einem vergleichbaren Neubau nach den Vorgaben der EnEV 2009 (Referenzgebäude) sein darf. Demnach bedeutet das "KfW-Effizienzhaus 85", dass das sanierte oder neu errichtete Gebäude nur 85 Prozent des Energiebedarfs des Referenzgebäudes benötigt. 

Last but not least erläuterte Eva-Maria Kiefer von der Arge Solar die Berechnung von Wohn- und Nichtwohngebäuden nach der neuen EnEV 2009.

 
Die Vorträge haben wir hier für Sie bereitgestellt:

Hauptvortrag

EnEV 2009-Anforderungen, Neuerungen und Rechenverfahren, Vergleich "alte und neue EnEV"
- Dipl.-Ing. Hans-Peter Lawrenz, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn 


Auswirkungen auf Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene

Neue Programmstruktur der KfW aufgrund Novellierung EnEV 2009
- Vanessa Steuler, SIKB AG

Zukunftsenergieprogramm Kommunal (ZEP-kommunal)
- Klaus-Dieter Uhrhan, Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr

 


 
 
Energieeinspartipps fürs Handwerk: Leitfaden veröffentlicht
 
Umweltministerium und Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum präsentieren den „Leitfaden Energieaudit im Handwerk“. 16 Betriebe haben sich dem Pilotprojekt angeschlossen und gewerksspezifische Basisdaten geliefert.

„In innerbetrieblichen Maßnahmen zur Energieeffizienz  sowie in der Wärmedämmung schlummert für viele Handwerksbetriebe ein beträchtliches energetisches und damit finanzielles Potenzial“, so Umweltstaatssekretär Rainer Grün. „Es ist uns als Ministerium für Umwelt sehr wichtig, dass die saarländischen Betriebe dieses Potenzial nutzen können. Denn Maßnahmen zur betrieblichen Energieeinsparung lohnen sich in doppelter Hinsicht: Das Unternehmen profitiert durch geringere Energiekosten und die Umwelt durch eine bessere Ausnutzung fossiler Brennstoffe und damit auch durch eine geringere Schadstoffbelastung. Deshalb haben wir die Erstellung des nun vorliegenden Leitfadens in Auftrag gegeben.“

Das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum hat im Auftrag des Umweltministerium des Saarlandes einen Leitfaden erarbeitet, der den saarländischen  Handwerksbetrieben Einsparpotenziale beim Energieverbrauch aufzeigen soll. Das Spektrum reicht von der energetischen Gebäudesanierung bis hin zum Einsatz besonders energiesparender Maschinen und Anlagen. Die Besonderheit liegt darin, dass den Handwerkern gewerksspezifische Einspartipps gegeben werden.

 „Energieeffizienzmaßnahmen tragen zur wirtschaftlichen Rentabilität eines Unternehmens bei. Genau hier setzen wir an“, begründet Umweltzentrum-Geschäftsführer Hans-Ulrich Thalhofer die Initiative. Das Umweltzentrum sei die  umweltkompetente Instanz des Handwerks, die alles unternehme,  die Handwerker in diesem Bereich effektiv zu beraten. Das Thema sei mittlerweile so komplex, dass es für die Betriebe oft schwierig sei, die Einsparpotenziale selbst zu erkennen. So hat eine Umfrage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) festgestellt, dass 34 Prozent der befragten Unternehmer davon ausgehen, dass bei ihnen im Betrieb keine Energieeinsparpotenziale vorhanden sind. Und 39 Prozent glauben, dass diese unter zehn Prozent liegen. Das haben Untersuchungen in den Bereichen Gewerbe, Handel und Dienstleistungen aber wiederlegt und belegen Einsparungen von weit über 20 Prozent.

Für Staatssekretär Grün steht fest, dass die aufgrund des Audits durchgeführten Maßnahmen echtes Return on Investment seien –  Investitionen, die sich im wahrsten Sinn des Wortes für das Handwerk auszahlen.

„Uns war klar, dass wir bei den Gewerken unterschiedliche Ausgangssituationen haben und ein Bäcker nicht mit einem KFZ-Betrieb oder einem Metzger verglichen werden kann“, betonte Thalhofer. Dazu musste natürlich Basisarbeit geleistet werden. In einem ersten Schritt suchte das Umweltzentrum Partner aus dem Handwerk, die sich bereiterklärten, ein Energieaudit in ihrem Betrieb durchführen zu lassen. Der Aufruf im Deutschen Handwerksblatt und eine Informationsveranstaltung haben zu dem gewünschten Erfolg geführt. Insgesamt 16 Betriebe haben sich gemeldet; darunter Bäcker und Konditoren, KFZ-Betriebe, Metzger und Friseure. 

Das Ergebnis der Untersuchungen ist eine übersichtlich gestaltete Broschüre mit klaren Anweisungen wie ein Betrieb seinen Ist-Zustand in Sachen Energieverbrauch untersuchen kann. An eingängigen Beispielen wird gezeigt wie eine solche Bestandsaufnahme aussehen kann. Integriert ist zudem ein Unternehmens-Check. Im Rahmen der „Clever saniert“ Kampagne 2009 sucht das Umweltzentrum weitere Handwerksbetriebe, die Interesse haben, ein Energieaudit mit der Unterstützung des Umweltzentrums in Ihrem Unternehmen durchzuführen. Zudem haben Unternehmer die Möglichkeit einen kostenlosen betrieblichen Umweltcheck durchführen zu lassen.

Weitere Informationen erhalten Sie hierzu auch beim Saar-Lor-Lux Umweltzentrum, Kontakt: Kerstin Kullack, Tel: 0681/58 09 229, E-Mail: k.kullack @hwk-saarland.de

Den Leitfaden zum Download erhalten Sie hier.
Die Brachenspezifischen Ergänzungen erhalten Sie hier für Bäcker, Fleischer und KfZ-Betriebe.


 




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